Leipzig: 28 Quadratmeter 3D im Beton
Leipzig/München, 2. September 2026 – Mit der Eröffnung der neuen Erlebniswelt Feuerland im Zoo Leipzig ist auch eine außergewöhnliche Medieninstallation sichtbar geworden: Eine 28 Quadratmeter große, 3D-fähige LED-Videowand der Daylite Informationssysteme GmbH, München, ist direkt in das architektonische Konzept der neuen Anlage integriert.
Was heute wie selbstverständlich in die Umgebung eingebettet wirkt, begann bereits Monate zuvor unter ganz anderen Bedingungen. Die Videowand wurde schon während der Rohbauphase installiert – zu einem Zeitpunkt, als rundherum noch Betonwände, Schalungen und Baustelleneinrichtungen das Bild bestimmten. Die Montage erfolgte damit deutlich früher, als dies bei vergleichbaren LED-Installationen üblich ist.
Technik trifft Fels, Beton und Wasser
Eine Besonderheit des Projektes ist die bauliche Integration der Videowand in das massive Betonmauerwerk. Statt als nachträglich aufgesetztes Display in Erscheinung zu treten, ist die 28 Quadratmeter große Fläche Bestandteil der Architektur von Feuerland. Hier war es notwendig, dass die Felsformation vor der LED-Leinwand so konzipiert werden musste, das eventuelle Wartungs- und Servicearbeiten trotzdem möglich sind. Auch die Module der LED-Wand selbst wurden sowohl kompakt als auch wasser- und staubdicht ausgelegt.
Damit fügt sich die Medientechnik in ein Umfeld ein, das selbst von außergewöhnlichen baulichen Elementen geprägt ist: schroffe Felsformationen, große Wasserflächen, Strandbereiche und die mehr als 100 Meter lange Unterwasserpassage bestimmen die neue Erlebniswelt. Der Zoo Leipzig beschreibt den Unterwassertunnel als einen der längsten Europas; eine 12 Meter lange 360°-Acrylglasröhre ermöglicht dabei einen Rundumblick auf die unter Wasser schwimmenden Tiere.
Gerade dieses Zusammenspiel macht den Standort der LED-Wand besonders: Beton, Kunstfels, Wasser, Tiere und digitale Bildwelten treffen auf engstem Raum aufeinander.
Die von Daylite gelieferte Videowand ist auch für die Darstellung dreidimensional wirkender Inhalte ohne zusätzliche 3D-Brille ausgelegt. Die Kombination aus hoher Bildwiederholungsfrequenz, Auflösung und Farbtiefe ermöglicht die Darstellung von räumlich wirkenden Animationen und visuellen Effekten. Gleichzeitig können Video-Streams der Unterwasserkameras, Präsentationen und andere Inhalte in nahezu Echtzeit auf der LED-Wand dargestellt werden.
Damit erweitert die Videowand das Erlebnis von Feuerland um eine digitale Ebene, ohne den Charakter der naturnah gestalteten Anlage zu überlagern.
Die neue Erlebniswelt selbst umfasst rund 10.000 Quadratmeter und bietet Lebensräume für Humboldtpinguine, Kalifornische Seelöwen und weitere Arten. Mehr als fünf Millionen Liter Wasser sowie die Unterwasserbereiche schaffen dabei besondere Perspektiven auf die Tiere.
Vom fast geheimen Probebetrieb zur Eröffnung
Noch im Herbst 2025 war von der späteren Einbindung der Videowand in Feuerland öffentlich kaum etwas zu sehen. Der erste Probebetrieb fand praktisch unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Einige wenige Zaungäste sowie Auftraggeber, Projektplaner und die beteiligten Bau- und Montageteams konnten die ersten Tests auf der noch weitgehend unfertigen Baustelle beobachten.
Die frühe Montage hatte einen praktischen Grund: Die technische Installation sollte bereits während des Baufortschritts getestet und auf die späteren räumlichen Bedingungen abgestimmt werden.
„Mit der Fertigstellung von „Feuerland“ verfügt der Zoo Leipzig über eine bautechnische Meisterleistung von internationalem Rang verfügen, bei der Digital-Signage-Technik perfekt mit der natürlichen Umgebung verschmilzt. Wir freuen uns, an diesem Projekt mitgewirkt zu haben.“, sagt Harald Schlorff, CEO der Daylite Informationssysteme GmbH.
Heute ist von der damaligen Baustellensituation nichts mehr zu erkennen. Die LED-Wand ist in das fertige Ensemble integriert und bildet gemeinsam mit der Felsentribüne und den Wasserwelten einen Teil der visuellen Erlebnisarchitektur von Feuerland.
Ein ungewöhnlicher Ort für Digital Signage
Feuerland zeigt damit eine besondere Form der Integration von Medientechnik: Die LED-Wand steht nicht isoliert im Mittelpunkt, sondern ist Teil eines Gesamterlebnisses, in dem Architektur, Tierbeobachtung, Wasser, Naturinszenierung und digitale Inhalte miteinander verbunden werden.
Mit der Eröffnung von Feuerland am 1. September 2026 ist nun auch das Projekt sichtbar geworden, dessen technische Besonderheit während der Bauphase bewusst verborgen blieb.

